A.Partzsch,K.Ebermann,W.Große L3 Design
A.Partzsch,K.Ebermann,W.Große L3 Design

L3 Design = Cafe' el dry

 

 

Irgendwann im Jahre 1700 errichtete ein Bauherr in dem Dorf Connewitz ein Wochenendsitz in Form eines für die Zeit typischen Fachwerkhauses. Die gewählte Idylle sollte viele Jahre den angestrebten Nutzen haben und auch turbulente Zeiten konnten diesem Haus seine bis dahin bereits gelebte Geschichte nicht nehmen. Selbst der in heutiger Zeit weltweit bekannte Exzentriker Goethe, so hieß er wohl- soll sich manch Tage in diesem Haus als Freund des langjährigen Besitzers dieser Mauern vor dem Getümmel der Völkerschlacht behütet gefühlt haben. Im Anwesen hinter dem Haus so munkelt man, hätte er im Pavillon von dem lediglich das Fundament erhalten blieb, an einem Kaffee bei leckerem Konfekt geschlürft. Connewitz, ein Dorf überlebte die Zeiten bis zum heutigen Tag mit seiner Geschichte in Form seiner alten Gemäuer. Die Jahre vergingen und was die Völkerschlacht, der zerstörerische Weltkrieg unter dem Naziregime dem Fachwerk nicht zu nehmen vermochte, erledigte nun der Zahn der Zeit. Mit Baustufe 4 kam die Ruine somit dem Abriss gleich, doch 3 Designer waren mutig und innovativ genug um sich Diesem, ihnen von der Stadt zugewiesenen historischen Fundamentes anzunehmen. Klaus Ebermann, Wolfgang Große und Andis Partzsch investierten Kraft, Mut, Geld und 2 Jahre mit vielen Schwierigkeiten. Improvisation und Eigeninitiative waren diesen drei Herrschaften kein Fremdwort und somit stand das Ergebnis ihrer Innovationen 1989 an der Stelle wo es beinahe für immer verschwunden wäre.

 

Die Wende veränderte Vieles und sicher auch Einiges nicht ins Positive doch die Wiedervereinigung war es, die aus der Werkstatt von drei Designern aus dem Umstand heraus das Cafe el dry gebar. Mit allerlei Witz, Künstler - sowie Designergeschick entstand aus den vorhandenen Materialien das, was bis heute zum festen Bestandteil des Leipziger Südens geworden ist. 1991 öffnete das el dry zum ersten Mal seine Tür und seit dem besteht diese kleine Kneipe/Bar/Cafe unter all dem Zuwachs an gastronomischen Einrichtungen, die wie Pilze aus der Erde wuchsen. Anfänglich war das Cafe el dry auf den heutigen Gastraum mit Tresen reduziert, erst später konnten sich die Gäste eines Wintergartens erfreuen und der idyllische Biergarten hinter dem Haus wuchs auch immer mehr zu einer heute weit bekannten Oase. Das Zepter über Zapfhahn und Töpfe hatte Maria von Lamezan in der Hand und sie war es auch, neben Klaus Ebermann am Tresen und Andis Partzsch als Berater - die dem Cafe el dry das Flair, den unvergleichbaren Charakter gab, - für das ganz besonders die vielen Stammgäste und all das neue Publikum dankbar waren und sind. Die Jahre vergehen und so gaben die Ikonen des Cafe el dry's, die nicht jünger geworden sind ihre Geschicke 2009 in die Hände anderer Gastronomen die Fortan das gewachsene Cafe el dry am Rande der Stadt mit ihrem Geschick den Gästen und der Stadt Leipzig als einzigartige Idylle erhalten sollten.   

 

Die Prinz Eugen Straße 5 hat bereits eine lange Geschichte die zwischen den Fugen und in den Balken des Hauses ruht, welches so manch interessante Episode zu erzählen vermag. Das Cafe el dry bildet mit den letzten 21 Jahren nur einen Teil des beträchtlichen Vermächtnisses eines alten Fachwerkhauses, von dem was dies als Zeitzeuge in all den Jahren zu berichten und zu erzählen weis. Cafe el dry, Prinz Eugen Straße 5 ist Connewitz und ein fundamentaler Baustein der Stadt Leipzig.  

Oliver Sachse Tenky

 

Connewitz (altsorbisch: Konowiza = „Ort, wo die Pferde weiden“

Connewitz Einwohner 1800 / 380 – 2010 / 17010

Alte Connewitzer Kirche Oberdorf

Erbauung von 1700 – 1771

Abriss 1902 durch Bau der Paul Gerhardt Kirche

Oliver Sachse Tenky

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